Panhandle Wild Pigs
2020/KW27 Training
Bei der Installation der Spielfeldbegrenzung stellte man schnell fest, dass der heftige Regen vom Vormittag sich an gewissen Stellen der Spielwiese noch nicht so gut verdrückt hatte. Ein schmatzendes Geräusch wenn man die tief einsinkenden Füsse aus dem sonst so perfekten Rasen zog.
So verlegten wir unsere Aktivitäten in die andere Ecke, eingekuschelt zwischen Laufbahn und rotem Platz (nein nicht in Moskau!). WarmUp nach südafrikanischer Sitte, gefolgt von schweizerisch dynamischem Stretching. Der walisische Lernblock in unserer 4er Serie „Quickie Dump Split“ war Lektion Nummer 3. Ziel zu zweit einen Verteidiger aushebeln. Sprich einen Touch, genügend weit von der Grundlinie entfernt, nehmen. Kurz über den Ball huschen und sich gleich wieder nach einem Schritt zurück anzubieten. Der Half hat ‚nur‘ die Aufgabe den Ball nach einem Wimpernschlag wieder vom Boden zu bringen, damit sein Partner nun den freien Raum attackieren kann. Das Verhalten des Verteidigers musste dann adaptiert werden und mit eigenen Laufwegen aussen oder mit einem massiven Hacken gegen innen abgeschlossen werden. Eigentlich simpel. Aber was man meist vergisst, ist den Kopf zu heben um den freien Raum zu erkennen. Stures Laufwege ablaufen bringt nix, das Verhalten des Verteidigers bestimmt das Handeln des Angreifers. Wir arbeiten auch nächste Woche daran…
Drei Spielzeiten à 15 Minuten mit drei verschiedenen Refs mit zwei Teams à 9 Spieler*Innen (man bemerke die Schreibform (!), ich schreib nicht immer so politisch korrekt – was vielleicht etwas altbacken ist, aber immer alle Lebewesen die Touch spielen inkludiert). Für den ungeübten PWP Heldengeschichtenleser oder noch nie Touch Rugby Sehender, sei hier erwähnt: Wir spielen wettkampfmässig mit Spielermaterial beider Geschlechter (oder sogar Dreierlei?) und in einem Lenzen-Bereich von 14- 50+. OK, die mit weniger Runzeln sind oft pfeilschnell – Erfahrung und Teamzusammenarbeit sind aber die Pluspunkte, wenn man auf der anderen Seite der Geburtstagsskala steht. Der Geschlechtermix auch total irrelevant. Das vermeintlich schwächere Geschlecht übertölpelt meist mit Spielintelligenz die testosteron-gesteuerten Geschöpfe.
Die drei Spielzeiten waren intensiv und vor allen die Erste von einem unglaublich störenden Sonneneinfallswinkel – für die Richtung Forch spielende Mannschaft - geprägt. Etwas schade war auch das, im Vergleich zu den letzten Trainings, etwas wenig Weibsvolk anwesend war. Corina wuselte gewohnt in der Spielmitte für Tam gelb und leitete die ergebenen Mitspieler souverän. Während Sandra auf der Gegenseite sich als Flügelflitzerin auf dem Wing anbot. Die restlichen Trainingsteilnehmer, kämpften mit sich, dem Ball, den missverstandenen Teamkollegen, der schieren eigenen Präsenz und den Schiri-Entscheiden. Business as usual!
Eine 100% Frauenquote beim ‚Well Done Beer‘ im Anton. Mit viel ausgelassenen deftig derben Diskussionen und Gelächter an einem viel zu schnell endendem Sommerabend. Es wurde sogar ein Platz vor Mitternacht Frei (nein dies ist kein Schreibfehler, hier muss ein grosses „F“ stehen, gell Oli…). Alle anderen brachen nicht mit der Tradition und gingen erst am Dienstag nach Hause.