Panhandle Wild Pigs
2020/KW24 Training
Der Aufmarsch der Borstentiere beeindruckend. Hoffentlich nicht nur wegen des angekündigten After-Training-BBQs. Wahrscheinlich nicht, denn so Ball-Giggerig hab ich die PWPs selten gesehen. Und nach den unüblichen Begrüssungs-Verrenkungen ging’s gleich in den WarmUp. Pass & Run und einen einzelnen AbroWarmUp-Durchgang.
Jetzt gab es Bips für die Teams und für die Schiris. Wobei Letztere nicht klar erkennbar waren. Egal, es durfte endlich wieder gespielt werden. Anpfiff!
Neben vielen sportlichen Höhepunkten gab es auch zwei Filmreife Szenen.
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Platoon (1986) Eine sich öffnende Lücke vor der Try-Line, also nix wie runter und in einem eleganten Dive zur Linie. Das war zumindest der Plan. Aber wenn die eingerosteten alten Knochen mit etwas zu viel Erdanziehungskraft zuerst mit den Knien sich in den Rasen pflügen, ist der Schwung zum weit entfernten Fernziel bereits zur Hälfte weg. In mehreren zappeligen Aktionen wurde der Restschwung noch bis zur Linie befördert und der Ball dort abgelegt. Es erinnerte ein bisschen an die berühmte Platoon Filmszene. Böse Zungen sagten, Beck habe sich wie ein Walross auf der Flucht vor einem Eisbären zur Endzone bewegt…
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| Robin Hood: Men in Tights (1993) Der Kassierer in seinen grauen aerodynamischen Hosen, dieses Bild hatte man doch schon einmal gesehen? Richtig Men in Tights! Aber auch er hatte sein Scorer-Highlight, wenn auch durch die Güte einer kanadische Regelauslegung des Schiris die alle Beteiligten überraschte. Phil setzte euphorisch zum Dive an. Weit vor der Linie wurde er klar im Flug getouched. OK, ein Versuch war es Wert. Aber als der Ref signalisierte; «that was a try!». Brach allgemeines Gelächter aus. Aber so charmant kann nur Andrew einen bewussten Schiri-Fehlentscheid kommentieren: «Das war ein so schöner Dive und Phil bekommt viel mehr Lob von seinem Team - als der heroische Verteidiger, der oft nur mit einem schmalen ‘good touch’ abgespiesen wird.» Aktive Teambildung im Ahornblatt-Stil.
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Auch wenn der technische Leiter zu Bier und Bratwurst aufrief, gab es trotzdem noch eine kleine weitere Spielzeit. Erst ein beherzter Pfiff, liess die übereifrigen Ballwerfer zur dritten Halbzeit antreten. Chef de feu unser Langzeitverletzte Dänu, unterstützt von Kaufmä als Chef de Wurscht. Sogar John Gysin beehrte unseren Trainingsstart. Es wurde trotz prasselndem Regen munter geschwatzt und die Rückkehr ins Training gefeiert.
Dann war das Bier alle und die Pragmatiker schlugen vor in den Anton über zu siedeln. Was wir dann auch taten. Ausgelassene Stimmung und bekannte Gesichter am Nebentisch – die Unihockeyaner. Und schon hiess es Mitternacht, Zeit den Anton zu schliessen. Aber Oli Frei hatte Geburtstag….
Also gab es noch einen Gin & Tonic (danke Oli) und ein Plan wurde geschmiedet, was man mit diesem angebrochenen Abend anstellen könnte. In präsidialer Leichtigkeit kam der Vorschlag: in den Schopf!
Eine kleine Velokaravane bewegte sich nach Ausservollikon. Und da Paschi keinen Zugriff zu seinem Musikböxli hatte, sang man zum kläglichen Sound des Handylautsprechers. Was das Hörerlebnis nicht viel besser machte - den Spassfaktor aber umso grösser. Der Tag war dann bereits knapp drei Stunden alt, als sich Paschi schlüssellos in seinem Schlafsack hinterm Schopf einrollte. Während die Velofahrer in der Dunkelheit verschwanden.