Panhandle Wild Pigs
Rugby Club Egg
, Beck Roger

2020/KW34 SwissCup - Luzern

Viele Turnierneulinge, grösster bisheriger Swiss Cup und viel Spass. Eine ‘neue Generation’ Turnierspieler zahlt Lehrgeld, wird aber nur einmal deutlich geschlagen.

Sonntag 08:30, Start in’s Abenteuer SwissCup Luzern. Ein harziger Start vor allem für einen der beinahe direkt von seinem Quartierfest eintrudelte. Wir hatten unsere Schäfchen zusammen und fuhren in einem ungewollten Pendellauf Richtung Luzern.
Zuerst hat da einer was vergessen, also die erste kurze Schlaufe, dann wurden weitere Spieler wie geplant aufgegabelt.
In Zürich dann, die ketzerische Frage betreffend Shirtnummern. Shirts!?! Zurück auf Feld eins, hiess zurück nach Egg und auch diese Tasche einpacken.
Nun aber ohne weitere Umwege auf die Luzerner Allmend.  

Just in time, das Zelt aufgestellt das Spielerblatt mit Shirt-Nummern(!) der Turnierleitung übergeben und schon stand man nach kurzem Einlaufen auf dem Platz. 
Ziemlich unkonzentrierter chaotischer Start unserer Wildschweine gegen eine sehr junge Zuger Mannschaft. Erst die beruhigenden Worte von Stu zur Pause legte die Anfangsnervosität. Und siehe da, unsere Moves oder wie im letzten Trainingsbericht erwähnt, unser Move, zeigte plötzlich Wirkung. Trotz Strafpunkten wegen einer fehlenden weiblichen Spielerin, konnten wir einen 3:2 Sieg (korrigiertes Resultat) als Turnierstart vermelden. 

Einmal kurz durchschnaufen und schon hiess es wieder Warmlaufen. Diesmal hiess die Aufgabe Luzerner Honey Badgers auf dem knubbeligen Kunstrasen. Ein sehr ausgeglichenes Spiel immer auf Messerschneide. Leider sprichwörtlich einen Schritt vor Spielende den Game Winning Try von Luzern erhalten. War aber (schmerzhaft) lehrreich. Denn hätte man nur einen Schritt sich ins Feld, weg von der Try-Line bewegt, hätte der Touch gezählt. So aber streckte der Schiri die Hand zum Boden und liess die Luzerner den Punkt schreiben. 

Der nächste Gegner die Baden Banditos, welche zu ihrer eigenen Überraschung einmal genügend weibliches Spielermaterial zur Verfügung hatten. Eine erweiterte Bonnie & Clyde Truppe. Hatten den perfekten Mix um uns das Leben schwer zu machen. Pfeilschnelle Jungs in der Mitte liessen unsere alten Herren schwitzen. Die grauen Eminenzen der Badener orchestrierten gelassen den Rest des Teams. Rein punktemässig war es ein knapper Sieg der erweiterten ZüriAgglo, aber mit unserem Frauenrückstand sah das 6:2 schon etwas klarer aus.  

Optimistisch gingen wir ins Zürcher-Derby gegen die Geezers. Hoppla, wenn das das B Team ist, will ich nicht freiwillig gegen das A Team spielen! Schonungslos zeigten unsere Städter das wir Landeier noch etwas mehr Turniererfahrung brauchen. Das einzig deutliche Resultat des Tages, welches wir aus Rücksicht der Spielerseelen hier nicht schwarz auf weiss publizieren möchten…  

Auf dem dritten Turnierfeld (auch ein Astro) ging's auf der anderen Seite der Strasse gegen die Lakers ins Rennen. Ein Hammer-Spiel! Auch der Gegner hatte leuchtende Augen beim Handshake, das coronabedingt als zartes Abfausten durchgeführt wurde. Wir lagen in Führung und dann legte sich unser Spielmacher mit einem einem Schrei zügig auf den Boden und griff sich an den Fuss! Sofort war allen klar, dieses Känguru springt heute nicht mehr….
Zum Glück hatte man noch ein (altes) Eisen im Feuer. So kam der Schreiberling auch noch zum Einsatz. Das tödliche Kreativspiel war deutlich ideenloser, nur in der Verteidigung konnte der Ersatzmann seinem Vorgänger knapp das Wasser reichen.   
Eine kleine Anekdote am Rande. Der walisische Drache zeigte einmal heftige Emotionen, als wir zum x-ten Male den selben Fehler begingen. Anstatt weit weg von der gegnerischen Sub-Box den letzten Versuch zu wagen. Servierten wir den Ball beinahe angriffsbereit direkt vor der gegnerischen Sub-Box. Stu’s Trinkflasche war dem heftigen Bodenaufprall nicht gewappnet und zerbarst in ihre Einzelteile…  
Zwei ultraknappe Last-Minute-Trys der Lakers gaben dem Spiel einen harten zählbaren Charakter. Aber stolz waren alle auf diese super Leistung. Und das Beste, Simon konnte bereits wieder ohne fremde Hilfe gehen!  

Unser Trainer rechnete fest mit einem Abschluss-Sieg gegen die dritte Zuger Mannschaft. Eine graumelierte erfahrene Truppe. Nur zeigte sich das Turniererfahrung und Schlitzohrigkeit unserer ‘Jugendlichkeit’ überlegen war.
Das Highlight des Spiels, war Jonas’ erster Turnier-Try für die Panhandle Wild Pigs!!! 
Insgesamt war es ein gutes und auch wieder knappes Spiel, mit dem angedeuteten schlechteren Ende für uns. Die Zuger bedankten sich aber artig bei uns mit einem diebischen lächeln auf den Stockzähnen: «Danke das ihr uns EINEN Tagessieg ermöglicht habt.» 

Schade um die vergebene Chance aber viel wichtiger war, wir hatten das Tagesziel erreicht. Nicht Letzter!
Dies erfuhren wir nach dem Herzschlag Finale der Geezers gegen die Berner. Und siehe da, der Cup bleibt zumindest im Kanton.  



Resultate und Tabellen findet man auf der TOUCHSWITZERLAND Homepage unter
>> ALMANAC
     >> Results
          >> SWISS Cup 2020 | Round 3
 
Zug Touch Marmots 2* - 3 PWP Rugby Club Egg
Honey Badgers B 4 - 3 PWP Rugby Club Egg
Baden Banditos 6* - 2 PWP Rugby Club Egg
PWP Rugby Club Egg 3* - 7 Geezers Plate
PWP Rugby Club Egg 2 - 5* ERL Lakers B
Zug Bulls 3 - 1 PWP Rugby Club Egg
*HINWEIS: +1 Punkt pro Halbzeit und fehlender Frau beim Gegner.
Ja, hiess meistens +2 gegen uns....


Die Heimfahrt zumindest im Bus war tränenreich. Wir hielten die Bäuche vor Lachen während uns DJ Nico unsere abstraktesten Musikwünsche um die Ohren schlug.   
Das Material wurde noch verstaut und ein letztes Fairwell Bier genehmigt, abgerundet mit Wachteleier-Likör. Dazu bestaunten wir die Action-Bilder des Tages unseres neuen Hof-Fotographen.

 

Bilder

PWP | Panhandle Wild Pigs Rugby Club Egg
2020/08 Swiss Cup - Luzern
Wir danken den Fotografen:   Daniel Flury & Roger Beck

TOUCHSWITZERLAND 
2020/08 Swiss Cup - Luzern


Ein fantastischer Tag ging zu Ende. Der mich optimistisch für künftige Turniere stimmt.
Stellt Euch vor: Alle Spieler stehen uns unverletzt zur Verfügung und vielleicht auch ein paar neue Damen.
Wir könnten (wie mittlerweile viele andere CH Clubs) eine kompetitive Mannschaft in den Cup schicken, während ein Ausbildungsteam die Plate Runde spielt. Ich träume weiter von zwei PWP SwissCup Mannschaften mit genau diesem heutigen Team-Spirit…..