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2019/KW16 Hockey

Beck Roger 15.04.2019

Wir trafen uns zur Abwechslung nicht im Bützi sondern auf dem Eisfeld Bäretswil zu einer Horizonterweiterung der Extra-Klasse, organisiert von Dänu Stettler. Unterschiedlich grosse Taschen wurden aus den Fahrzeugen gezaubert. Die Klein-Bebeutelten meldeten sich gleich beim Materialwart und kamen ebenfalls schwer beladen in die Garderobe.

Die mit knappem Wissensvorsprung halfen den Novizen die Reihenfolge der tausend Schoner auf die Reihe zu kriegen. Nur die beiden Goalies wechselten hie und da die Umkleide und rätselten zusammen über die vielen Riemen an den Polstern.

       

Jetzt noch kurz das Wundermittel von Magic-Drink-Mix unserem präsidialen Druiden, der seinen Zaubertrank auf Zückerchen träufelte und den Gladiatoren verabreichte. Nun gesellte sich zum muffigen Altschweissgeruch auch noch eine Brise Zaubertrank-Mysterium…

Nur schon die Anzieh-Orgie erspart einem das Aufwärmen und ein grosser Teil der Dehnübungen. Beck bekannt als Vielschwitzer dampfte bereits wie der Kühlturm von Gösgen. Und beim Fussmarsch entlang des Spielfelds räumte er mit seinen Schonern alles aus dem Weg. Tja, die Verwandlung vom Lauch zum Noldi mit Gozilla-Beinen war noch nicht im Kopf angekommen.

Einlaufen nach Möglichkeiten. Inklusive Crash des Beisitzers mit dem Schreiberling. Und unser im Rugby so stilsichere Stu kämpfte mit der rutschigen Unterlage und den Fussschmerzen. Herrliche Bilder! Da muss man extrem viel gleichzeitig auf die Reihe kriegen. Dieses weisse Zeugs unter den komisch Schuhen hilft nicht wirklich dabei. Dann noch diese Armverlängerung und dieses kleine schwarze Ding. Ach ja, und atmen sollte man auch nicht vergessen…
Wer dachte im Goal ist man besser dran, wurde eines Besseren belehrt. Maximalpuls beim lockeren Einschiessen!

Jetzt galt es Ernst, Dänu lud zum spielstartenden Bully. Blau legte los wie die Feuerwehr und nahmen Beck unter ‘Dauerbeschuss’. Der wusste nicht wie ihm geschah und auch nicht wie er es schaffte die meisten Schüsse vom Tor fern zu halten. Seine Pulsuhr war aber im Ausnahmezustand. Gut die Taktik nur etwas Leichtes vor dem Spiel zu essen, war auch falsch. Die Kalorien waren schon weg vom Umziehen. Nun lief Goalie-Gelb in ein währschaftes Zuckerloch. Schnappatmung, Ameisenkribbeln im Gesicht, rasender Puls kurz vor dem Umkippen. Die Drittels-Pause war die Rettung. Paschi’s Turbo-Zucker brachte einen ersten Schub Lebensgeister zurück. Zwei Kohlenhydrat-Gels retteten mein Leben. Auf in den Kampf!

Herrlich zu sehen wie die unterschiedlichen Fähigkeiten aufs Eis gelegt wurden. Meili auch hier schnell - mit Hang den Puck zu vergessen. König mit verblassenden Juniorenerinnerungen an diesen Sport, Fred der die Ersatzbank nicht mehr fand, Flück der Goalgetter, unsere polysportiven Damen die alles was sie anfassen einfach ohne Probleme im Griff haben, Dänu und Paschi welche in stoischer Ruhe hinten abräumten und das Spielgerät vorn zum Einnetzen bereit legten, ein hochkonzentrierter Roman, unser walisischer Goldhelm der aus einer gesicherten Defensive ins Spiel finden wollte und alle anderen die hier nicht namentlich aufgeführt sind aber sicherlich ihren ganz persönlichen Kampf heroisch gefochten hatten.

Was noch ein Drittel?!? Puhhhh, jetzt ging’s ans lebendige. Gelb drehte etwas auf aber Liibli alias ‘Tosio in blau’ rettete vor den heranstürmenden gelben Chancen-Tods. Auf der Gegenseite hätte der Torverhinderer sich auch einmal etwas resoluter auf das Spielgerät schmeissen können, dann hätte es zweimal weniger geklingelt. Aber die Aussicht sich mit all der Ausrüstung wieder vom Eis aufzurappeln, sass anscheinend fest im Hinterkopf. So siegte Blau 5:3 gegen Gelb. Das grosse Abklatschen und eine kleine Foto-Session als Cool-Down.

Zum Glück ist das sich von der Rüstung entledigen, zwar nicht weniger kompliziert, aber schneller als sich das ganze Gelumpe an den Ranzen zu schnallen. Ahhhh, aus diesen Schraubstöcken von Schuhen. Und eine lange warme Dusche, bevor es zum Helden-Bier ging. Schnupfdösli sind Fingerkrampf-Fallen und sorgten für zusätzliches Gelächter. Die farbigen Tabakbehälter mussten auch als Touch Rugby Spieler ihren Dienst als Spielzug-Visualisierer antreten. Fazit: Touch Rugby Spielzüge sind ähnlich verwirrend wie eine Überdosis Schnupf!

Jetzt ging’s ab nach Hause oder zu einem letzten – sorry zwei letzten – Bier im Schopf.

 

Morgen Check:

  • Der Laufapparat mit deutlich weniger Abnützungserscheinungen als nach normalen ballwerfenden Montags-Trainings.
  • Dafür mit sehr lokalen kleinen Muskelkatern, an Stellen an denen man keine Muskeln erwartet hätte.
  • Und ein paar Scheuerstellen an den Kniekehlen von den Goalie-Beinschonern.

 

Eigentlich müsste dieser Event eine obligatorische Teilnahme aller PWPs voraussetzen. Für ganz mutlose zumindest als Zuschauer. Aber ich kann euch nur empfehlen, auch bei absoluter Eis-Inkompetenz (wie bei mir), diese Erfahrung auf dem Spielfeld nicht zu missen. Nehmt euch ein Beispiel an Stu – ein grosser Sportsmann ohne Berührungsängste. Er strahlte auch noch nach dem Spiel, wie die Umgebung von Tschernobyl.

 

Ein riiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiesiges Dankeschön an Dänu, der das Ganze in Perfektion bis ins Detail organisiert hatte. Grosses Kino!

 

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